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ONKOTHER-Hautkrebs

Entwicklungsplattform für innovative onkologische Therapien am Beispiel des häufigsten menschlichen Krebses - Hautkrebs

Hautkrebs ist mit über 200.000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste Krebsform und unterteilt sich in das Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und das maligne Melanom. Um die Behandlung des malignen Melanoms und des Plattenepithelkarzinoms zu verbessern, erforscht ein Team aus 8 Kooperationspartnern aus Rostock und Greifswald neue innovative Therapieformen. Das Projekt wird im Rahmen des zweiten Landes-Exzellenzforschungsprogramms gefördert. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds und dienen dazu, die Spitzenforschung in der Region auszubauen.

Ziel des Verbundes ist es, eine übergreifende (translationale) Entwicklungsplattform für neue Krebstherapien zu etablieren. Dazu haben sich die homogenen Hautkrebsentitäten, die mit Abstand den häufigsten Krebs des Menschen darstellen, als Modelle etabliert. Am Beispiel der Krebsentitäten kutanes Melanom und Plattenepithelkarzinom der Haut werden translational neue chemische und pharmakologisch relevante Moleküle (small molecules) und die innovative Behandlung mit kaltem Atmosphärendruckplasma sowie deren Kombination von der Zellkultur bis in die in vivo Situation hinein evaluiert. Dabei werden von dem in jedem Bereich international exzellent ausgewiesenen Verbund insbesondere die folgenden Forschungsfelder bearbeitet:

  • Synthese neuer pharmakologisch relevanter Moleküle: small molecules (Indirubin-N-Glykoside und Oxindolglykoside)
  • Erschließung von kaltem Atmosphärendruckplasma als onkologische Therapieform und Kombination mit small molecules
  • anti-tumorigene Wirkung dieser neuen Therapieformen auf zellulärer Ebene (in vitro)
  • anti-tumorigene Wirkung dieser neuen Therapieformen in Tiermodellen (in vivo)
  • Einsatz in Pilotstudien als Untersucher-initiierte Studien (z.B. palliativer Einsatz von Atmosphärendruckplasma bei Patienten mit Plattenepithelkarzinomen im Kopf-/Halsbereich)

Die Auswirkungen der verschiedenen Behandlungsformen auf die Proliferation, Apoptose, Neoangiogenese und Tumorregression (Teilprojekt 3) werden am Institut für Experimentelle Chirurgie durch neuste Imaging-Techniken (multimodale Kleintierbildgebung) wie MRT und PET-CT longitudinal im in vivo Xenograft-Mausmodell erfasst. Die Verwendung dieser innovativen Techniken führt zu einer Reduktion der verwendeten Anzahl der Tiere und steht somit im Einklang mit den drei R-Prinzipien.

ONKOTHER-H Webseite: https://www.onkother-h.med.uni-rostock.de/

Teilprojektleitung: Univ.-Prof. Dr. med. Brigitte Vollmar; Dr. med. Eberhard Grambow

Doktorand: Marcel Kordt, M.Sc.

 

 

Weitere Kooperationspartner:

Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie Universitätsmedizin Rostock

Institut für Pharmakologie und Toxikologie Universitätsmedizin Rostock

Arbeitsbereich Zellbiologie Zentrum für Medizinische Forschung Universitätsmedizin Rostock

Institut für Chemie Universität Rostock

Klinik und Poliklinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie Universitätsmedizin Greifswald

Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

Institut für Plasmaforschung und Technologie Greifswald